Kurz
Kurzes Fazit aus musikalischer Erfahrung, Zeitprüfung und Analyse
Die drei Größten
Nach jahrzehntelanger Erfahrung, Analyse und dem Urteil der Zeit lassen sich drei Bands klar als die bedeutendsten der Rockgeschichte herausstellen.
Beatles — Der Ursprung von fast allem. Was auch immer danach in der Rockmusik entstand, hat seine Wurzeln bei den Beatles: Melodie, Harmonik, Songstruktur, Studio-Experiment, Poesie. Kein anderer Künstler hat die Musikwelt so grundlegend und dauerhaft verändert.
Led Zeppelin — Die Erfinder des Hard Rock in seiner reinsten Form. Riff, Kraft, Dynamik, Blues-Tiefe und ein unvergleichliches Zusammenspiel der vier Musiker. Kein anderes Hard-Rock-Album kommt an Led Zeppelin IV oder Physical Graffiti heran.
Rush — Das Maß aller Dinge im Prog Rock. Technische Perfektion, kompositorische Tiefe und eine einzigartige Fähigkeit, komplexe Musik emotional zugänglich zu machen. Dazu eine Poesie der Texte — besonders auf 2112 und Hemispheres — die im Rock ihresgleichen sucht. Drei Musiker, die klingen wie zehn.
Erste Klasse — nach Genre
Rolling Stones — Die Essenz des Rock'n'Roll, roh und ungebrochen über sechs Jahrzehnte.
The Who — Energie, Rebellion und das Konzeptalbum als Kunstform (Tommy, Quadrophenia).
Black Sabbath (mit Ozzy Osbourne) — Die Geburt des Heavy Metal. Dunkel, schwer, kompromisslos. Ohne Sabbath gäbe es keine Metal-Musik wie wir sie kennen.
Deep Purple — Virtuosität trifft auf Härte; Machine Head ist ein Meilenstein.
Ozzy Osbourne — Solo der verlässlichste Vertreter des klassischen Heavy Metal der 80er Jahre.
Yes — Prog Rock auf höchstem Niveau: epische Strukturen, außergewöhnliche Harmonie, unvergleichliche Instrumentalkunst.
Genesis (Peter Gabriel-Ära) — Theatralisch, literarisch, musikalisch einzigartig.
Jethro Tull — Einzigartig im Prog Rock: Folk, Klassik und harte Riffs, vereint durch Ian Andersons unverwechselbare Flöte und poetische Texte.
Pink Floyd — Psychedelischer Rock als emotionale Reise; The Dark Side of the Moon bleibt eines der meistgehörten Alben aller Zeiten.
Bob Dylan — Der wichtigste Dichter der Rockgeschichte. Dylan hat bewiesen, dass Popmusik Literatur sein kann — dafür erhielt er 2016 den Nobelpreis für Literatur. Sein Einfluss auf Generationen von Musikern ist kaum zu überschätzen.
Zweite Klasse — nach Genre
Creedence Clearwater Revival — Kompakt, direkt, zeitlos. Amerikanischer Rock in seiner ehrlichsten Form.
Bruce Springsteen — Der Chronist des amerikanischen Alltags; Kraft, Emotion und epische Live-Energie.
The Kinks — Scharfe Beobachter des englischen Lebens; satirisch, melodisch und oft unterschätzt. Pioniere des britischen Rock mit unverwechselbarem Stil.
Nazareth — Rau, kraftvoll, mit schottischer Seele — unterschätzt, aber unvergesslich.
AC/DC — Simpel und unwiderstehlich; das perfekte Riff immer wieder neu.
Rainbow — Ritchie Blackmores Meisterklasse in klassischem Hard Rock.
Uriah Heep — Bombastisch, melodisch, zwischen Hard Rock und frühem Metal.
ABBA — Makellose Melodien, perfekte Produktion, zeitloser Pop.
Bee Gees — Vom Folk über Rock bis Disco: harmonisch und kompositorisch außergewöhnlich vielseitig.
Van der Graaf Generator — Dunkel, experimentell, kompromisslos intellektuell — der härteste Prog Rock überhaupt.
King Crimson — Pioniere und ewige Erneuerer; von In the Court of the Crimson King bis zu späten Experimenten immer relevant.
The Doors — Dunkel, poetisch, hypnotisch. Jim Morrisons Texte und Ray Manzareks Orgel schufen einen Sound, der zeitlos zwischen Rock, Blues und Poesie steht.
The Police — Einzigartige Verschmelzung von Rock, Reggae und New Wave; intelligent, melodisch und zeitlos.
ELO — Die perfekte Synthese aus klassischer Orchestrierung und modernem Rock. Jeff Lynne schrieb Melodien, die man nicht vergessen kann.
Slade — Roh, laut, mitreißend; die Energie des Glam Rock in seiner direktesten Form.
Queen — Theatralisch, virtuos, stilistisch grenzenlos — eine der spektakulärsten Live-Bands der Geschichte.
Eine Frage der Herkunft
Ein wissbegieriger Geist stellt Fragen und analysiert. Zum Beispiel: Welche Länder haben welchen Beitrag zur Rockmusik geleistet? Wenden wir die obigen Ergebnisse mathematisch an:
| Land | Bands / Künstler |
|---|---|
| England | 20 |
| USA | 4 |
| Australien | 2 |
| Kanada | 1 |
| Schweden | 1 |
Wie wir sehen, herrscht eine sehr deutliche und überraschende Dominanz Englands und der englischsprachigen Länder. Und die einzige nicht-englischsprachige Band — ABBA aus Schweden — sang ebenfalls auf Englisch.